Enkhjargal Dandarvaanchig

Epi Dandarvaanchig und Christophe Erard begegneten sich erstmals 1997 beim Tanztheater „Rigolo“ in der Schweiz. Durch die musikalische Zusammenarbeit für das Projekt Sanddorn entwickelte sich eine fruchtbare Symbiose zwischen mongolischer traditioneller, europäischer und afrikanischer Musik. Die Kombination von traditionellen, akustischen Instrumenten verschiedener Kulturen, die sich sonst eher nie begegnen, erschafft neue musikalische Muster, die asiatische Prägung aufweisen, im afrikanischen Stil weitergeführt und zuletzt in eigener Manier vollendet werden.

Im Rahmen der Schweizer Expo spielten die beiden Musiker mehrere Konzerte und tourten anschließend durch die Schweiz. Sie fühlen sich der traditionellen Musik und Spielweise verpflichtet, sind jedoch aufgrund ihrer eigenen Arrangements auch neueren Strömungen der Weltmusik gegenüber aufgeschlossen.

Epi Dandarvaanchig wurde in der Mongolei geboren, studierte in Ulaanbaatar am Musikkonservatorium, bevor er 1995 mit einem mongolischen Musik- und Tanzensemble nach Deutschland kam. Seit dem lebt er abwechselnd in Deutschland und der Mongolei und spielt mit den verschiedensten Musikern in unterschiedlichen Projekten, von Weltmusik, über Jazz bis hin zum mongolischen HipHop. Epi, das Stimmwunder aus der Mongolei, wandelt zwischen den Kulturen. Mit seinem Spiel auf der Morin hoor und der Perfektion seines Gesanges (Unter- und Oberton) liebt er es, seine traditionellen Wurzeln mit moderner, westlich geprägter Musik und Improvisation zu verschmelzen.

Cristophe Erard, gebürtiger Schweizer, startete seine musikalische Laufbahn mit klassischem Gitarrenspiel. 1989 begann er seine musikalischen Studienreisen, die ihn für jeweils mehrere Monate in verschiedene Länder Afrikas, nach Süd-Korea, Thailand und jüngst in die Mongolei führten. Hier lernte er nicht nur unzählige afrikanische Perkussionsinstrumente kennen und spielen, sondern befasste sich auch ausgiebig mit traditionellen Melodieinstrumenten. So ist auch er längst zum Wandler zwischen verschiedenen Welten geworden, wodurch er sein ganzes Leben der Musik anderer Kulturen verschrieb. In zahlreichen Konzerten in der Schweiz und im benachbarten Ausland konnte er seine Fähigkeit und Vielseitigkeit bisher zur Schau stellen. Nicht nur seine Hände schlagen die Trommeln, sein Herz schlägt für die ethnische Musik, was schon nach wenigen Takten deutlich wird. Ein „Europäer“ im authentisch ethnischen Gewand.

- Beide zusammen zwei Weltenreisende, die die schönsten Blüten der Musik verschenken.