Enkhjargal Dandarvaanchig

Enkhjargal Dandarvaanchig & Orchester

 

Pforzheimer Zeitung:

Abschlusskonzert des Schwarzwald Musikfestivals: Ein Hauch von Asien

Dieser dunkle, erdige Klang geht durch Mark und Bein. Er ist samtweich in der Tiefe und hat die strahlende Wärme eines Cellos. Doch auch feinste, fast zerbrechlich wirkende und hoch vibrierende Laute kommen aus dem trapezförmigen Holzkasten mit dem geschnitzen Pferdekopf am Halsende. Es ist unglaublich, was Enkhjargal Dandarvaanchig aus den zwei Saiten seines mongolischen Pferdekopfgeige (Morin hoor) hervorlockt. Und wie er es schafft, nach Furtwängler und Beethoven einen Hauch von Asien in die Wildbader Trinkhalle zu bringen. So beginnt der zweite Teil des Abschlusskonzertes des Schwarzwald Musikfestivals mit Gänsehaut, faszination und Begeisterung über einen spielfreudigen, lächelnden, in sich gekehrten Solisten. Es hätten aber mehr Zuschauer in den Genuss dieser einzigartigen Mischung aus Weltmusik, Klassik und Moderne kommen kennel.

Mit dem Aufleuchten einer ,,Kirchenglock" sowie seichten Streicher - und perlenden Harfenklängen beginnt das ,,Concerto for morin hoor and Orchestra" von Byambasuren Sharav. Vom Schlagzeug angekündigt nimmt das Tempo zu, Schellenring und Xylofon mischen sich unters rauschende Tutti und man meint, wilde Pferde durch die Steppe galoppieren zu hören. Die Philharmonie Baden-Baden unter Leitung von Mark Mast erweist sich als idealer Partner von Dandarvaanchig, der mit pentatonischen Mustern die asiatische Stimmung verstärkt. Mit seiner traditionellen Tracht stich der aus der Taiga der Nordmongolei stammende Nomadensohn auch optisch hervor. Gänzlich in seinen Bahn zieht der Weltmusiker die Zuhörer mit seiner über fünf Oktaven reichenden Stimme, die er bei der Uraufführung seiner Komposition ,,Hyazgaargui ogtorgui" für Solo-Voice and Orchester zum Einsatz bringt. Abgrundtiefer Schamanengesang und im nächsten Moment hauchzarter Obertongesang bei völliger Gelassenheit - die Flexibilität des Künstler ist beeindruckend. Geige und Gesang verbindet er auch bei seiner impriovisierten Zugabe.

Autor: Anita Molnar

 

 

Kontakt: enkhmusic@yahoo.de

 

 


 

World music Trio "Violons Barbares"

 

Text auf Deutsch :

Enkhjargal Dandarvaaanchig - Obertongesang, Pferdekopfgeige

Dimitar Gougov - Gadulka

Fabien Guyot - Perkussionswelten

Wer behauptet, es sei in der Musik schon alles erfunden, hat dieses Trio noch nicht gehört. Die Stimme des Mongolen (Epi) Enkhjargal Dandarvaanchig, die die tiefsten Untertöne bis zum höchsten Sopran und Obertongesang umfasst und sein Pferdekopfgeigenspiel, trifft auf die virtuos gespielte 14-saitige bulgarische Gadulka und Stimme des Dimitar Gougov und die Perkussionswelten des Fabien Guyot. Diese Band schafft eine wahrlich emotionelle, harmonische, kraftvolle und hochvirtuose Begegnung zweier Kulturen.

Eine akustische Begegnung, die uns in ferne, wilde Länder entführt und alle stilistischen Grenzen überwindet: Ein geografischer Mix mit Jazzimprovisationen, Rockenergie und bis dahin noch nie gekannten Tönen. Kraftvoll, groovig, emotionell, hochvirtuos. 

 

Text Francais :

Enkhjargal Dandarvaaanchig - Chant diphonique, Morin huur

Dimitar Gougov - Gadulka 

Fabien Guyot - Perkussions

 

Deux violons traditionnels d’origine communs, le morin khoor de Mongolie et la gadulka de Bulgarie, se retrouvent pour croiser leurs passions musicales. Si la matière première de la musique des Violons Barbares provient donc de Bulgarie et de Mongolie, Fabien Guyot en élargit le spectre timbral grâce à diverses percussions du monde entier ou tout simplement de récupération. Son joue atypique ponctue ce voyage musical en créant un pont entre les deux cultures si proches et éloignées à la fois. ///Enfin, c’est à Enkh Jargal, que l’on doit l’apport de la principale « anomalie » chez les Violons Barbares, à savoir le chant diphonique, qui parachève par sa présence toute l’originalité du trio. /// Le Morin Khoor est un instrument national de la Mongolie. Ces origines remontent de la société nomade et on le trouve dans toutes les régions du pays. Il ne possède que deux cordes. Les doigtés se placent de l’extérieur vers l’intérieur (le contraire des instruments à cordes actuels). La tête du violon a la forme de tête de ch..d’où son nom). Son archet et les deux cordes sont faits de crin de cheval. /// La gadulka (violon Bulgare) est un instrument à cordes frottées dont la forme rappelle le rebec médiéval. Elle possède trois cordes mélodiques et selon les régions jusqu’à 11 cordes sympathiques (très fines, elles ne sont pas frottées par l’archet, leur vibration étant entraînée par celles des cordes principales auxquelles elles sont accordées).
 

Kontakt: enkhmusic@yahoo.de